Lernszenarien zwischen Präsenzlehre und Online-Seminar

Im Zeitalter des Internets stellt sich für das Lernen in Form von Seminaren die Frage, wie diese heute am effektivsten für Teilnehmer gestaltet werden können. Das Präsenzseminar, die älteste Methode, kommt mit einem sehr geringen Anteil von virtueller Unterstützung aus. Andere Möglichkeiten sind das Online-Seminar, das vollkommenen virtuell gestaltet wird und das sogenannte Blended Learning, also eine Verquickung von Präsenz- und Online-Lernen. Diese drei Möglichkeiten sollen im Folgenden vorgestellt werden.

Präsenzseminare zeichnen sich dadurch aus, dass vor Ort gelehrt und gelernt wird. In der Regel werden hier virtuelle und multimediale Elemente meist nur in Form von E-Mail Verteilern oder Download-Materialien eingesetzt. In diesem Fall hat das Virtuelle eine indirekte Funktion, so dass es zu keiner systematischen Verknüpfung mit den Unterrichtsinhalten kommt. Der Gebrauch von Virtuellem findet parallel statt und bedeutet einen zeitlichen und organisatorischen Mehraufwand außerhalb des Unterrichts.

Online-Seminare dagegen finden in einer völlig virtuellen Umgebung statt. Die Konzeption der Lehrveranstaltung kann allerdings sehr verschieden gestaltet werden. Möglich sind Online-Seminare, bei denen lediglich Anweisungen ausgeführt werden. Es können auch problemorientierte Aufgaben erteilt werden oder solche, die eigenes Handeln erforderlich machen. Daraus ergibt sich, dass sowohl Vorlesungen, Referatsseminare oder selbstorientierte Lerneinheiten mit Online-Seminaren gestaltet werden können.

Beim Blended Learning werden virtuelle Einheiten mit dem Präsenzunterricht verknüpft. Der Gebrauch von Online-Inhalten wird direkt in den Unterricht eingebunden und findet damit oft im Wechsel zum Präsenzunterricht statt. Dadurch kann es zu einem besseren Verständnis für Studenten und zu einer gesteigerten Effektivität beim Lernen von Inhalten kommen. Der Grund hierfür sind die wechselnden Methoden und die unterschiedliche mediale Aufbereitung.

Reimann-Rothmeier hat sich 2003 zu den vorgestellten Lehrmethoden geäußert. Er ist der Ansicht, dass eine Verbindung der einzelnen Methoden je nach Bedeutung für den Lernprozess eingesetzt werden kann und sollte. Denn für ihn gibt es keine bessere oder schlechtere Lernmethode.

Ein Beitrag von www.quant-consulting.de

Virtuelle Gemeinschaften

Kommunikation ist sowohl im privaten Alltag, als auch im Berufsleben wichtig und es muss möglich sein, sich entsprechend verständigen zu können. Auch die EU hat sich diesem Thema angenommen, aber den Fokus auf die virtuelle Welt gelegt, in welcher die meisten Personen sich heute aufhalten. Das Internet bietet viele Möglichkeiten und so ist es recht einfach Kontakte zu Freunden und Bekannten zu knüpfen und sich zeitlich und räumlich unabhängig auszutauschen. Bei dem Forschungsprojekt geht es neben der Kommunikation im internationalen Raum auch um Virtuelle Gemeinschaften. Es handelt sich hierbei um Gruppen, die eigenständig entstehen, geleitet und inhaltlich gepflegt werden.

 

Virtuelle soziale Gemeinschaften

Um einen Einblick zu erhalten wurden Virtuelle Gemeinschaften hinsichtlich sozialer, technischer und interkultureller Aspekte betrachtet und bewertet. Über den Einsatz neuer Methoden sollte die Kommunikation einfacher und übersichtlicher gestaltet werden und alle Nutzer ansprechen. Zudem sollten vor allem interkulturelle Beziehungen ausgebaut und gestärkt werden. Foren und Chats bieten die Möglichkeit das eigene Wissen auszubauen und die sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern. Viele fällt es auch einfacher eine Fremdsprache zu erlernen und anzuwenden wenn man gezwungen ist, dass eigen Wisse im Austausch mit zu nutzen.

 

EU investiert in den Ausbau sozialer Netzwerke

Alle Erkenntnisse und Ergebnisse aus der Untersuchung sollen genutzt werden um Möglichkeiten zu entwickeln, die Studenten und Erwachsene im Berufsleben beim lernen zu unterstützen und Fachwissen zu vermitteln. In den Foren treffen unterschiedliche Personen aufeinander und bieten so viel Potential, wenn denn ein Austausch stattfindet. Sowohl Unternehmen, als auch Hochschulen im In- und Ausland können diese Erkenntnisse nutzen und für sich anwenden. E-Learning Programm sind in den Vereinigten Staaten und Großbritannien normal und hier ist es Studenten sogar möglich ein komplettes Studium über das Internet und in einer virtuellen Gruppe zu absolvieren, was auch in Zukunft weiter ausgebaut werden soll. Die EU setzt mit diesen Projekten neue Maßstäbe und ist bereit in den Ausbau solcher Netzwerke zu investieren.